Kategorie: Länderküche

Spinat-Quesadillas

Spinat trifft heute auf Käse – und weiter geht der „Grüne Januar“ auf Kochgehilfin. In den letzten Wochen habe ich schon Rezepte für eine Vollkorntarte mit Brokkoli und Parmesan-Polenta mit Gemüsesugo und Geschnetzeltem vorgestellt.

Nach Grünen Bohnen und Brokkoli dreht sich im heutigen Rezept Spinat-Quesadillas alles um Spinat. Die Quesadillas sind ein wahres easy-peasy Rezept und schmecken einfach köstlich. Vor allen Dingen bringen sie einen Hauch Mexiko in den tristen, grauen Januar.

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Polenta Rezept mit Gemüsesugo und Geschnetzeltem

Ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gerutscht. Habt ihr Vorsätze für 2016?

Ich bin eigentlich kein großer Freund von Vorsätzen, da ich sie meistens doch nicht halte. Nachdem ich in der Weihnachtszeit allerdings alles, was süß, fettig und ungesund ist, in mich reingehauen habe, habe ich mir vorgenommen, 2016 gesünder zu starten: mit mehr Gemüse und weniger Fettigem. Deswegen startet das neue Jahr für mich Grün.

Projekt: Grüner Januar

Für mein Projekt „Grüner Januar“ habe ich mir für jedes neue Rezept, das ich im Januar veröffentlichen werde, eine Gemüsesorte rausgesucht, die (leider) nicht täglich auf meinem Ernährungsplan steht und die ich euch kurz vorstellen werde – gefolgt von einem Rezept, wie ihr sie verarbeiten könnt. In den nächsten Wochen möchte ich Rezepte rund um Grünes Gemüse wie Lauch, Brokkoli und Spinat mit euch teilen.

Grünes Gemüse: Bohnen

Heute stelle ich euch grüne Bohnen vor. Verarbeitet habe ich sie in einem Polenta Rezept mit Gemüsesugo und Geschnetzeltem. Das mag aufwendig klingen, geht aber super schnell, ist easy-peasy und wurde von meinem Mittesser mit „Das darfst du ruhig nochmal machen“ ausgezeichnet.

Ich würde mich freuen, wenn die Rezepte auch euren Speiseplan kreativ erweitern.

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Chili-Ziegenkäse-Ravioli in Zitronenbutter

Eigentlich habe ich ja versprochen hier Eeasy Peasy Rezepte vorzustellen. Das Rezept der „Chili-Ziegenkäse-Ravioli in Zitronenbutter“ fällt eher in die Kategorie „Es war Samstag, ich wollte etwas besonderes kochen und ich hatte Zeit“. Für jeden der KEIN schnelles, aber wundervoll ausgefallenes und sehr leckeres Rezept sucht, der wird nun fündig. Ich hätte nie gedacht, dass die kleinen Chili-Ziegenkäse-Ravioli so lecker schmecken würden – und das Herstellen so unkompliziert sein würde (den Zeitfaktor mal außer Acht gelassen). Auf den Geschmack von selbstgemachten Ravioli bin ich ja schon im Sommer gekommen, als ich Spinatravioli mit Büffelmozzarella zubereitet habe.

Wie auch beim letzten Mal hatte ich keine Nudelmaschine für den Teig, sondern nur meine Muckis – geht aber auch problemlos. 😉 Daher gibt es für euch einfach gar keine Ausrede nicht nachzukochen:

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Goldener Herbst: Kaiserschmarrn mit Pflaumen-Rosmarin-Mus

So mag ich den Herbst: Während ich diesen Text schreibe, sitze ich auf meinem Balkon und genieße die letzten Sonnenstrahlen. Der Himmel ist strahlend blau und das Eichhörnchen flitzt von Baum zu Baum – eigentlich bestes Bergwetter.

Beim Thema Berge, Herbst und Sonne bleibe ich einfach. Die kulinarische Umsetzung von diesen drei Schlagwörtern ist für mich: Kaiserschmarrn. Dazu gibt’s ein selbstgemachtes Pflaumen-Rosmarin-Mus und der Balkonnachmittag im Oktober ist perfekt.

Ihr seid hiermit also ganz herzlich auf den Balkon der Kochgehilfin zu einem „Goldener Herbst: Kaiserschmarrn mit Pflaumen-Rosmarin-Mus“-Treffen eingeladen.

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Goldener Herbst: Kalbsbraten mit Brezenknödel und Schwammerl

Der Sommer ist definitiv vorbei. Die ersten Blätter liegen schon auf dem Boden, wer die Augen offen hält, findet im Gras Kastanien und morgens auf dem Radl braucht man eigentlich Handschuhe (ich ignoriere aber einfach die Vorboten des Winters und ziehe keine an, hehe).

Nachdem es draußen wieder kälter wird, habe ich auch intuitiv meinen Speiseplan angepasst. Kartoffelgrösti oder Kaiserschmarrn (kleine Preview, das Rezept dafür kommt in den nächsten Tagen hier) sind dafür nur zwei Beispiele. Und eben auch ein deftiger Braten. Ich gebe an dieser Stelle zu, das dies ein kleiner Exkurs ist, denn ratzfatz und in 20 Minuten ist dieses Gericht nicht gekocht. Aber gewisse Anlässe erfordern eben auch mal einen Braten. Für all diese Anlässe möchte ich euch mein Rezept für „Goldener Herbst: Kalbsbraten mit Brezenknödel und Schwammerl“ an die Hand geben (für alle nicht Bayern: Schwammerl = Pilze).

Ihr müsst etwas Zeit mitbringen: 1,5 bis 2 Stunden benötigt das Gericht mit Vorbereitung und Garzeit schon, aber man muss nicht die ultimative Hausfrau sein, damit der Braten gelingt. Soooo kompliziert ist das mit dem Braten nämlich gar nicht. Also auf geht’s:

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Wiesn-Spezial: Kartoffelgröstl mit Pfifferling-Rahmsosse

„Ich brauche eine neue Bluse.“ „Ich muss meine Schürze noch kürzen und zum Friseur muss ich auch noch unbedingt.“ „Schau mal, ich habe mir eine neues Hemd gekauft.“

München und seine Münchner bereiten sich vor. Auf zwei Wochen Wiesn. Als Münchnerin schlägt das Herzal höher, wenn schon im Juli die Zelte aufgebaut werden und wenn man abends nach der Arbeit das Kettenkarussell seine Testrunden fahren sieht. Da weiß der Münchner: Lang ist’s nimma hin.

Die ersten Pläne werden geschmiedet: „Mit wem gehst’n du am Samstag auf die Wiesn?“ – „Gell, wir machen aber auf jeden Fall wieder eine Mädelsrunde dieses Jahr.“

Und dann ist es endlich wieder soweit: Der Geruch von gebrannten Mandeln liegt in der Luft, die Biergärten sind voll und alle haben sich fesch herausgeputzt. Abends ist die Wiesn am schönsten für mich, wenn alles leuchtet und funkelt. Wenn ich jemanden überreden kann, mit mir Autoscooter zu fahren und wenn ich mir auf dem Heimweg noch Magenbrot kaufe. Wenn im Zelt um halb elf Uhr die Lichter ausgehen und wenn die Musi „Weus’d a Herz hast wie a Bergwerk“ spielt.

 

 

 

 

Das ist für mich Wiesn – Heimat. Vielleicht ist das auch die Faszination, die dieses Fest auf andere hat: aus Australien, aus Japan, aus Schweden. Ok, vielleicht direkt gefolgt nach der Maß Bier.

Und ja, manchmal bin auch genervt von dem Wiesnwahnsinn, der herrscht. Am Flughafen gibt es nur Schokolade in Herzform, alle Geschäfte sind Weiß-Blau geschmückt und sogar Aldi und Lidl bieten inzwischen eine Trachtenkollektion an. Aber auf irgendeine spezielle Weise gehört sogar das zu zwei Wochen Oktoberfest dazu.

Selbstverständlich geht kein Wiesnbesuch ohne Essen. Ich liebe Hendl, Knödel, Brezn und Co. Dass die bayrische Küche deftig ist, ist kein Geheimnis. Und auch mein Wiesn-Spezial ist nicht gerade Trennkost, aber es ist glutenfrei und für wen, der mag, auch vegetarisch. Zwei Elemente, für die die bayrische Küche nicht direkt steht.

Heute gibt’s für alle, die nicht gerade auf der Wiesn sind: Kartoffelgröstl mit Pfifferlingrahmsosse

Zutatenliste

für drei Portionen

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  • 600g Kartoffeln
  • für die nicht vegetarische Variante: 150g Speck
  • 2 Zwiebeln
  • frische gehackte Petersilie
  • 120ml Milch
  • 6EL Butter
  • 150g frische Pfifferlinge
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100g Sahne
  • 100g Creme fraiche
  • 50ml Gemüsebrühe

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Los geht’s

Kartoffelrösti

Für das Gröstl die Kartoffeln waschen und ungeschält zehn Minuten in Salzwasser garen. Die Zwiebeln schälen und sehr fein klein schneiden. Die Kartoffeln abgießen, schälen und grob reiben. Ich habe dafür eine Gemüsereibe benutzt.

Die Kartoffeln mit den Zwiebelstücken, der Petersilie, etwas Salz, Pfeffer und 20ml Milch vermischen.

In einer beschichteten Pfanne den Speck ohne Öl oder Butter bei mittlerer Hitze anbraten bis er leicht kross ist. Das ausgeschwitzte Fett entfernen und den Speck zur Kartoffelmasse geben.

Etwas Öl in die Pfanne geben und die Röstimasse hineingeben, bis der Boden bedeckt ist. Am besten gebt ihr nicht zu viel Masse hinein, sonst benötigen die Kartoffeln sehr lange, bis sie tatsächlich gar sind. Die Kartoffeln etwas andrücken und bei kleiner Hitze 20 Minuten bei geschlossenem Deckel brutzeln lassen. Danach das Rösti vorsichtig wenden. Hierfür das Rösti auf einen Teller gleiten lassen und umgedreht vorsichtig in die Pfanne zurückgleiten lassen. Die zweite Seite ebenfalls 20 Minuten anbraten, bis auch diese Seite schön gebräunt ist.

Pfifferling-Rahmsoße

Für die Pfifferling-Rahmsoße die Pfifferlinge vorsichtig putzen und klein schneiden. Den Knoblauch schälen und klein hacken. Die restliche Butter in einer weiteren Pfanne erhitzen und die Pilze bei starker Hitze 4-5 Minuten anbraten. Den Knoblauch kurz mit anbraten. Wichtig, ist dass der Knoblauch nicht anbrennt. Mit der restlichen Milch, Sahne und der Gemüsebrühe ablöschen und ca. 10 Minuten einköcheln lassen. Zum Schluss die Creme fraiche dazugeben und die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Kartoffelngröstl zusammen mit den Pfifferlingen anrichten. Und lasst euch nicht entmutigen, sollte das Gröstl dabei auseinander brechen. Es schmeckt trotzdem! Zum Schluss noch frische Petersilie darüber geben und dann heißt’s: An Guadn!

Ihr wollt’s noch mehr Wiesn-Infos aus erster Hand? Dann schaut’s doch mal auf dem Blog der Stadt München vorbei. Hier dreht sich bei der Blogparade „O’zapft is“ – München und seine Wiesn alles um das Oktoberfest. Und auch mein Blogpost ist Teil der Blogparade.

Buttermilch-Aubergine mit Granatapfel

Ich koche echt gerne. Das ist wohl kaum eine Überraschung, wenn man einen Foodblog hat. Ich stehe auch gerne mal länger in der Küche, um etwas Ausgefallenes zu testen, aber genauso gerne koche ich Gerichte, bei denen nur wenige Handgriffe zu erledigen sind und die Hauptarbeit der Herd oder der Backofen übernimmt. Ganz speziell übrigens, wenn ich hungrig abends nach der Arbeit nach Hause komme.

Genau so ein Gericht möchte ich euch heute vorstellen. Ich gebe zu, man muss dem Backofen etwas Zeit zum Arbeiten geben, also lieber noch eine Banane auf dem Heimweg nach der Arbeit essen und dann steht der Buttermilch-Aubergine mit Granatapfel nichts mehr im Wege. Die größte Herausforderung war es tatsächlich für mich einen Granatapfel im Supermarkt zu finden.

Die Kombination Buttermilch, Aubergine, Thymian und Granatapfel mag auf den ersten Blick etwas exotisch und wild wirken, aber die verschiedenen Komponenten passen hervorragend zusammen. Ich war anfangs selbst skeptisch, aber nach dem ersten Bissen restlos begeistert. Also nichts wie ran!

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Parmigiana di Melanzane oder Überbackene Aubergine

Vor kurzem war ich an einem sehr heißen Sonntag am Starnberger See baden und hatte gefühlt zehn Minuten später Hunger. Da ich keinen Notfallschokoriegel dabei hatte, musste ich also dringend etwas essen. Eigentlich dachte ich an Schweinsbraten (geht immer), aber bei 35° im Schatten war ich mir nicht mehr so sicher, ob nicht vielleicht doch etwas „leichteres“ besser wäre. Auf der Karte fand ich „Parmigiana di Melanzane“ (Aubergine überbacken mit Parmesan – ich gebe zu, ich kannte es vorher nicht). Das Gericht war am Ende nicht unbedingt leicht, aber so unfassbar lecker, dass ich es unbedingt nachkochen musste.

Das Ergebnis findet ihr jetzt hier: Parmigiana di Melanzane ODER Überbackene Aubergine mit Ricotta, Tomatensoße und Parmesan. Und wer glaubt, das Gericht sei total kompliziert, dem rate ich einfach kurz das folgende Video anzuschauen – denn das zeigt, das Gericht ist echt einfach (auch wenn ich zugeben muss, dass ihr es nicht in 15 Sekunden, wie im Video, schafft). Wenn ihr es nachkocht, sagt Bescheid. Ich will wissen, ob ihr auch so begeistert wie ich seid!

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Scandiniavian style: Zimtschnecken deluxe

Fähre fahren extreme, Rentiere und Elche, Sonne und Regen, Süßgepäck und japanische Küche, Saunabesuch, kein Sonnenbrand, Hostelbetten, Mädelsabend, skandinavisches Design und das Gefühl einheimisch zu sein – all dies und noch um einiges mehr, war meine Reise nach Skandinavien. Ich war in Finnland, Estland und Schweden (ein paar Impressionen findet ihr ganz unten im Post oder auf meinem Instagram-Profil).

Es war mein erstes Mal im hohen Norden und ich bin hin und weg. Außerdem war es meine erste Reise, in der ich mit meinen blonden Haaren nicht aufgefallen bin, sondern immer als Local durchgegangen bin – leider habe ich nie ein Wort verstanden. Selbstverständlich habe ich auch die regionale Küche getestet und habe davon ein Rezept gleich selbst ausprobiert: Bullar – schwedische Zimtschnecken, oder Pulla – wie die finnische Version lautet.

Bullar, die skandinavischen Zimtschnecken, sind ein easy peasy Rezept und in 15 Minuten im Backofen fertig. Skandinavien-Feeling pur in München!

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Easy Peasy Turkish Food: Bulgursalat, Köfte und Cacik

Die türkische Küche ist zwar mittlerweile in Deutschland angekommen, aber besonders vielfältig scheint sie auf dem ersten Blick nicht zu sein. Das liegt vor allem an sämtlichen Döner-Buden, die es mittlerweile wirklich in jeder deutschen Stadt gibt. Daher assoziiert doch wirklich jeder türkisches Essen mit Döner, also Fladenbrot mit Fleisch, Salat und Soße.

Aber, die türkische Küche ist so vielfältig! Dies ist auch historisch begründet, denn durch die Einflüsse des Osmanischen Reiches fanden viele unterschiedliche Gewürze sowie Rezepte ihren Weg in die türkische Küche. Besonders toll ist auch, dass es zahlreiche Gerichte gibt, die besonders für den Sommer geeignet sind: Leicht, frisch mit viel Gemüse. Was will man mehr!?

Gemeinsam mit Elif, die viele Jahre ihrer türkischen Mutter beim Kochen zugeschaut hat, haben wir diesen heißen Sommertag genutzt, um authentisches türkisches Essen zuzubereiten.

Die Zubereitung dieser Gerichte dauert meist kaum länger als 25 Minuten.

Kennt ihr auch typisch türkische Gerichte und wenn ja, habt ihr diese bereits zubereitet? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Afiyet olsun! (Guten Appetit auf türkisch)

PS: Kleiner Tip: Besonders erfrischend an heißen ist das türkische Nationalgetränk „Ayran“ (auch zu sehen auf den Bildern, gibt es mittlerweile nahezu in jedem Supermarkt).

Doro und Elif

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